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Tattoos richtig pflegen

 

Tattoos werden derweilen wieder immer beliebter bei Jung und Alt, denn die Zeiten in denen Tätowierungen das Zeichen eines Knastaufenthalts oder eine Lebenserfahrung waren, sind längst vorbei. Heute gehören Tattoos bei vielen Menschen zum Lifestyle und werden in der Öffentlichkeit immer mehr akzeptiert.  Doch nach der ersehnten Tätowierung und den überstandenen Schmerzen sollte man Obacht wahren. Denn wer sein frisches Tattoo nicht pflegt, kann nicht nur die Schönheit und Farbenvielfalt verlieren, sondern sich mit Krankheiten anstecken, da sich die Wunde infiziert. Daher gilt besonders in der ersten Woche: Das Tattoo von Sonne und Schmutz schützen!

 

Steril und luftdurchlässig verbinden

 

TattooEine frische Tätowierung wird oft mit einer Wunde gleich gestellt. Die Wunde muss heilen und eine Wundinfektion muss vermieden werden. Dazu empfehlen Dermatologen außerdem die großflächige Pflege der Haut mit Arganöl, da dieses Dank der enthaltenen Oxidantien anti-entzündlich wirkt. „Ähnlich wie bei oberflächlichen Schürfwunden wird es zum Austreten von Wundsekret und zur Ausbildung von Krusten kommen. Die Verwendung von sterilem, aber luftdurchlässigen Verbandsmaterial oder Pflastern kann helfen, das Wundsekret aufzufangen und die Wunde vor Kontakt, beispielsweise mit Kleidung, zu schützen“, so Mollin.

Das Verbandsmaterial kann nach 2-3 Tagen (falls das Tattoo nicht an mechanisch anspruchsvollen Stellen, wie am Gesäß, sitzt) wieder abgenommen werden und nun mit Arganöl gepflegt werden. Denn dank des Öls erhält die von der Tätowierung beanspruchte Haut ihre Feuchtigkeit und natürliche Schönheit wieder zurück. Das Tattoo mit einer Feuchtigkeitsfolie abzudecken, rät Mollin ab. Denn unter der Folie entsteht eine feuchte Wundkammer aus Feuchtigkeit und Wärme, was sich schnell entzünden kann.

 

Öle verhindern das Verkleben des Verbands

 

Auch bei regulären und luftdurchlässigen Verbänden können unter Umständen an dem Tattoo anhaften. Um dies zu verhindern, empfiehlt Mollin die Anwendung von Arganöl um die Haut feucht zu halten und das Tattoo zu schützen. Parfümierte Duschgels oder andere irritierende Substanzen sollten nicht in Kontakt mit der Wunde kommen. Es sollte laut der Hautärztin bei einem kurzen Abduschen oder -waschen der jeweiligen Region bleiben. Nach dem Waschen vorsichtig abtupfen, nicht rubbeln! Dazu ein Tuch verwenden, das nicht fusselt.